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GGL-Studie enthüllt Kanalisierungsrate von über 77 Prozent im Online-Glücksspiel

Geschrieben von Finley Vogel · 13.7.2026

GGL-Studie enthüllt Kanalisierungsrate von über 77 Prozent im Online-Glücksspiel

Infografik zur GGL-Studie über Marktanteile im deutschen Online-Glücksspiel 2024

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass lizenzierte Betreiber 77,03 Prozent des Online-Glücksspielumsatzes ausmachen, während der unregulierte Schwarzmarkt bei 22,97 Prozent liegt und die Befragung von 2.000 aktuellen Nutzern von Online-Wetten, Poker und Casino-Spielen zugrunde liegt.

Die Ergebnisse schätzen den illegalen Online-Markt auf etwa 547 Millionen Euro für das Jahr 2024 und werden im Vorfeld der umfassenden Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 positioniert, die für 2026 ansteht.

Grundlagen und Methodik der Untersuchung

Experten der Behörde haben die Daten durch eine gezielte Umfrage erhoben, bei der Teilnehmer ihre Ausgaben in regulierten und nicht regulierten Angeboten angegeben haben, sodass eine klare Aufteilung zwischen legalen und illegalen Kanälen entsteht. Die Studie konzentriert sich ausschließlich auf Online-Glücksspielaktivitäten und berücksichtigt sowohl Sportwetten als auch Casino- und Pokerformate. Beobachter stellen fest, dass die Kanalisierungsrate von 77,03 Prozent auf eine zunehmende Akzeptanz lizenzierter Plattformen hinweist, während die verbleibenden 22,97 Prozent auf Anbieter ohne deutsche Lizenz entfallen.

Schätzung des Schwarzmarktvolumens

Basierend auf den Umfrageergebnissen errechnet die Behörde ein Volumen von rund 547 Millionen Euro für den illegalen Online-Markt im Jahr 2024, wobei diese Zahl aus der Kombination von selbstberichteten Ausgaben und Hochrechnungen auf die Gesamtbevölkerung der Nutzer abgeleitet wird. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat die Zahlen transparent dargelegt, sodass Interessierte die Berechnungsgrundlagen nachvollziehen können. Im Juli 2026 wird diese Studie als Referenz für die anstehende Evaluierung des GlüStV 2021 dienen, da sie aktuelle Marktverhältnisse abbildet.

Darstellung der Kanalisierungsraten und Schwarzmarktanteile im deutschen Glücksspiel

Einordnung vor der Evaluierung 2026

Die Veröffentlichung erfolgt gezielt im Vorfeld der umfassenden Überprüfung des Interstate Gambling Treaty, die für 2026 geplant ist und bei der die Wirksamkeit der Regulierung bewertet werden soll. Forscher haben festgestellt, dass die ermittelte Kanalisierungsrate als Indikator für den Erfolg der Lizenzvergabe seit Inkrafttreten des Vertrags im Jahr 2021 dient. Daten zeigen, dass der Anteil regulierter Angebote seitdem gestiegen ist, während der Schwarzmarktanteil entsprechend gesunken erscheint. Die Studie liefert somit eine faktenbasierte Grundlage für politische und regulatorische Entscheidungen in den kommenden Monaten.

Ausblick auf weitere Entwicklungen

Behördenmitarbeiter planen, die Erkenntnisse in die Vorbereitungen für die Evaluierung einzubringen, wobei zusätzliche Erhebungen in den nächsten Monaten folgen könnten, um Trends bis 2026 abzubilden. Die aktuelle Studie bleibt dabei auf die reine Marktaufteilung fokussiert und verzichtet auf weitergehende Interpretationen. Personen, die sich mit Glücksspielregulierung befassen, können die veröffentlichten Zahlen direkt für Analysen nutzen, da sie auf einer standardisierten Befragungsmethode beruhen.

Fazit

Die GGL-Studie liefert präzise Zahlen zur Aufteilung des Online-Glücksspielmarktes in Deutschland für 2024 und stellt diese im Kontext der bevorstehenden Evaluierung des GlüStV 2021 bereit. Mit einer Kanalisierungsrate von 77,03 Prozent und einem Schwarzmarktvolumen von 547 Millionen Euro bietet sie eine solide Datenbasis für alle Beteiligten. Die Ergebnisse basieren ausschließlich auf der genannten Umfrage und den daraus abgeleiteten Hochrechnungen.