Deutscher Sportwettenverband warnt vor massiven Abflüssen an illegale Anbieter bei der WM 2026
Geschrieben von Blake Schmid · 1.7.2026

Deutscher Sportwettenverband warnt vor massiven Abflüssen an illegale Anbieter bei der WM 2026

Die aktuelle Einschätzung des DSWV
Der Deutsche Sportwettenverband hat in einer Stellungnahme deutlich gemacht, dass bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 bis zu 300 bis 400 Millionen Euro an Wetteinsätzen in den illegalen Offshore-Bereich abfließen könnten, während der Gesamtumsatz auf annähernd eine Milliarde Euro geschätzt wird und lediglich 600 bis 700 Millionen Euro über den regulierten Markt laufen sollen. Diese Zahlen basieren auf internen Marktanalysen des Verbands, die im Juni 2026 veröffentlicht wurden und nun im Juli 2026 erneut diskutiert werden, da die Vorbereitungen auf das Turnier laufen.
Experten des Verbands verweisen darauf, dass strenge regulatorische Vorgaben wie Einschränkungen bei Live-Wetten und begrenzte Marktangebote für viele Spieler den Anreiz schaffen, auf nicht lizenzierte Plattformen auszuweichen. Die Daten zeigen, dass der regulierte Markt in Deutschland zwar Wachstum verzeichnet, doch der Schwarzmarktanteil bei großen internationalen Ereignissen wie der Weltmeisterschaft weiterhin hoch bleibt.
Ursachen für die Verlagerung ins Unregulierte
Beobachter des Marktes stellen fest, dass die aktuellen Regelungen im Glücksspielstaatsvertrag und den dazugehörigen Durchführungsbestimmungen bestimmte Wettarten stark einschränken, was wiederum dazu führt, dass Nutzer auf Anbieter ohne deutsche Lizenz zurückgreifen. Der Verband hebt hervor, dass In-Play-Wetten auf bestimmte Ereignisse sowie die Vielfalt an verfügbaren Märkten im regulierten Bereich hinter den Erwartungen der Kunden zurückbleiben, sodass ein erheblicher Teil des Umsatzes außerhalb der Kontrolle bleibt.
Studien und interne Erhebungen des DSWV deuten darauf hin, dass die steuerlichen und lizenzrechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland zwar Transparenz schaffen, gleichzeitig aber auch Wettbewerbsnachteile gegenüber internationalen Plattformen erzeugen. Im Juli 2026, als die Vorfreude auf das Turnier steigt, wird diese Entwicklung besonders relevant, weil Großereignisse traditionell einen Anstieg der Wettaktivitäten mit sich bringen.
Die wirtschaftlichen Dimensionen im Überblick

Die Prognosen des Verbands gehen von einem Gesamtumsatz von knapp einer Milliarde Euro während des Turniers aus, wobei der regulierte Anteil bei 600 bis 700 Millionen Euro liegen soll. Das bedeutet, dass bis zu 40 Prozent des Volumens potenziell in den unregulierten Bereich verschoben werden könnten, was nicht nur Steuereinnahmen mindert, sondern auch den Verbraucherschutz untergräbt. Branchenkenner betonen, dass solche Abflüsse bei früheren Großereignissen bereits beobachtet wurden und nun bei der Weltmeisterschaft 2026 erneut drohen.
Zahlen des DSWV verdeutlichen, dass eine Anpassung der Regeln vor der anstehenden Evaluierung des Staatsvertrags notwendig sei, um den regulierten Markt attraktiver zu gestalten. Ohne entsprechende Reformen rechnen die Experten damit, dass der Anteil illegaler Anbieter bei vergleichbaren Events weiter zunehmen wird.
Forderungen nach regulatorischen Anpassungen
Der Verband ruft zu einer Überarbeitung bestehender Limitierungen auf, insbesondere bei Live-Wetten und der Ausweitung zulässiger Märkte, damit mehr Wettumsatz in den lizenzierten Bereich gelenkt werden kann. Vertreter des DSWV argumentieren, dass eine solche Reform nicht nur die staatlichen Einnahmen sichern, sondern auch den Spielerschutz verbessern würde, da regulierte Anbieter strengeren Kontrollen unterliegen.
Im Kontext der bevorstehenden Vertragsbewertung im Jahr 2026 sehen die Verantwortlichen eine Chance, diese Punkte zu adressieren, bevor das Turnier beginnt. Die Stellungnahme verweist darauf, dass vergleichbare Märkte in anderen europäischen Ländern bereits flexiblere Regelungen eingeführt haben und dadurch höhere Anteile im regulierten Sektor verzeichnen.
Ausblick auf die weitere Entwicklung
Die Diskussion um die Marktanteile bei der Weltmeisterschaft 2026 steht im Juli 2026 im Mittelpunkt der Branchendebatten, da die Vorbereitungen auf das Event intensiviert werden. Der DSWV plant, seine Position in den kommenden Monaten weiter zu verdeutlichen und Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern zu suchen, um die notwendigen Änderungen anzustoßen. Die verfügbaren Daten liefern hierfür eine klare Grundlage und zeigen, dass ohne Anpassungen ein signifikanter Teil des Umsatzes weiterhin außerhalb des regulierten Rahmens bleiben wird.
Interessierte können weitere Informationen auf der Seite des DSWV finden, wo die aktuellen Positionen und Hintergründe zur Verfügung stehen. Die Entwicklungen werden in den nächsten Monaten genau beobachtet, da die Weltmeisterschaft als wichtiger Indikator für die Wirksamkeit der bestehenden Regulierung gilt.